Arthrose
Arthrose ist eine fortschreitende Gelenkerkrankung, bei der sich Knorpel, Knochen und weitere Strukturen des Gelenks verändern. Im Verlauf können Schmerzen, Steifheit und Bewegungseinschränkungen entstehen.
Die Anzeichen von Arthrose beim Hund können sein:
- Lahmheit oder Hinken, insbesondere nach längerem Liegen oder Ruhephasen
- Steifheit oder Schwierigkeiten beim Aufstehen oder Treppensteigen
- Veränderungen im Gangbild, wie z.B. ein steifer oder humpelnder Gang
- Unwilligkeit, sich zu bewegen oder aktiv zu sein
- Schmerzreaktionen bei Berührung oder Bewegung bestimmter Gelenke
- Muskelschwund in den betroffenen Bereichen
- Verhaltensänderungen, wie z.B. Reizbarkeit oder Aggressivität
Wenn du vermutest, dass dein Hund an Arthrose leidet, ist es wichtig, einen Tierarzt aufzusuchen um eine genaue Diagnose zu bekommen. Auch ein Physiotherapeut kann dies sehr schnell feststellen! Auch ein entsprechend qualifizierter Hundephysiotherapeut kann Auffälligkeiten im Bewegungsablauf erkennen und Dich auf einen möglichen Abklärungsbedarf hinweisen. Die Behandlung von Arthrose beim Hund konzentriert sich in der Regel darauf, die Schmerzen zu lindern, die Entzündungen zu reduzieren und die Beweglichkeit zu verbessern. Die folgenden Maßnahmen können Teil des Behandlungsplans sein:
- Entzündungshemmende oder schmerzlindernde Zusätze/Medikamente
- Gewichtskontrolle: Übergewicht belastet die Gelenke zusätzlich. Eine angepasste Ernährung und regelmäßige Bewegung können helfen, das Gewicht deines Hundes zu kontrollieren
- Physiotherapie: Physiotherapeutische Maßnahmen wie Massage, passive Bewegungsübungen und Hydrotherapie können dabei helfen, die Muskulatur zu stärken und die Gelenkbeweglichkeit zu verbessern
- Ergänzungsmittel: Bestimmte Nahrungsergänzungsmittel werden im Zusammenhang mit der Gelenkgesundheit eingesetzt. Gerne berate ich Dich zu den unterschiedlichen Möglichkeiten
- Diätetische Anpassungen: Je nach Gewicht, Futterzusammensetzung und individueller Situation kann eine angepasste Ernährung Teil des Gesamtkonzepts sein
- Weiche Liegeflächen: Stelle sicher, dass dein Hund bequeme Liegeplätze hat, am besten mit einer weichen Unterlage, um den Druck auf die Gelenke zu reduzieren
Mit einer individuell passenden tierärztlichen und unterstützenden Betreuung lassen sich Beschwerden bei vielen Hunden gezielt berücksichtigen und die Lebensqualität kann möglichst lange erhalten werden.
Ich persönlich finde es sinnvoll, spätestens mit Beginn des Seniorenalters stärker auf Beweglichkeit, Gewicht und eine passende Ernährung zu achten. Bei ersten Auffälligkeiten sollte zunächst geklärt werden, woher die Beschwerden kommen. Abhängig vom Befund können Bewegung, Gewicht, Ernährung und gegebenenfalls ergänzende Maßnahmen individuell angepasst werden
Wenn der Hund anfängt zu humpeln, ist es meist schon sehr schlimm für das arme Wesen. Denn Hunde halten so Einiges aus!
Meine Nutella hatte mit 6 oder 7 Jahren ab und zu mal gehumpelt (einmal war sie von der Hängematte gesprungen); die Diagnose beim Arzt war sehr schwammig - Medikamente zu geben ohne zu wissen was es ist, habe ich abgelehnt. Ich habe sie drei Tage sehr kurz und ruhig gehalten und dann ging es auch wieder. Aber ich habe dies beobachtet und einige Sachen umgestellt.
Vor zwei Jahren, ca. mit 10 konnte sie plötzlich nicht mehr ins Auto springen, nicht mehr aufs Bett oder auf die Couch hüpfen. Ich war sehr beunruhigt und stellte ihr eine 6-wöchige Kur zusammen. Mit meinem damaligen Ansatz ging es ihr nach knapp vier Wochen deutlich besser: Sie lief wieder selbstverständlich die Treppe und war fast wieder ganz die Alte. Ich war so glücklich - und das war bis zu ihrem letzten Tag auch geblieben. Außerdem förderten wir Ihre Bewegung so gut es ging , auch um Ihre Fitness zu erhalten. Sie rannte, tobte und ging noch mehrmals in der Woche joggen; wir trainierten mit dem "Erdnussball", was ihr sehr viel Freude bereitete!
Das war meine persönliche Erfahrung mit meiner Hündin Nutella.
In der Zwischenzeit habe ich mehrere Hunde mit Arthrose ernährungsbezogen begleitet. Es ist immer schön zu sehen, wenn sich die Bewegungsfreude im Alltag wieder besser entwickelt.

